Enteisenungsanlagen (EEI)

Als Enteisenung wird die Entfernung von 2-wertigen Verbindungen des Eisens aus einem Wasser genannt. Oberflächenwasser enthält in der Regel keine oder nur geringe Mengen dieser Metallverbindung. Im Grundwasser können dagegen höhere Mengen von Eisen-(II)-Verbindungen zu finden sein. Geringe Gehalte an Eisen(II)-Verbindungen haben keine toxischen Eigenschaften. Da aber diese Eisenverbindungen bei Gegenwart von Sauerstoff schwer lösliche rotbraune bis schwarze Oxidhydrate bilden, müssen sie vor einer Verwendung aus den Wässern entfernt werden.

Trinkwasser darf entsprechend den gesetzlichen Vorschriften keine oder nur sehr geringe Mengen enthalten. Die Grenzwerte für Trinkwasser betragen laut der internationalen Vorgaben der WHO für Eisen 0,2 mg/l. Für Trinkwasser in Deutschland sind die gesetzlichen Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) zu erfüllen. Diese entsprechen den vorgegebenen Grenzwerten der WHO. Neben Trinkwasser wird auch Brauchwasser vor Verwendung meistens aufbereitet, damit es frei von höheren Gehalten dieser Verbindungen ist.

Für den Haushalt ist im Normalfall keine Enteisenungsanlage (EEI-Anlage) notwendig. EEI-Anlagen werden meist für Brunnen gebraucht, weil im Grundwasser Eisen häufiger vorkommt. Im Haushalt reicht daher eine normale Enthärtungsanlage (EH-Anlage) vollkommen aus. Grundsätzlich ersetzt eine EEI-Anlage eine EH-Anlage. Die Funktionsweise ist nahezu identisch, nur dass EEI-Anlagen mehr Stoffe entfernen. EEI-Anlagen tauschen Eisen, Mangan, Calcium und Magnesium. EH-Anlagen tauschen Calcium und Magnesium aus.

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten der Enteisenung:

-    direkte Oxydation mit Luftsauerstoff oder anderen Oxydationsmitteln.
-    Fällung zum Fe2+ -Oxidhydrat durch Zugabe von OH--Ionen und anschließende Oxydation.

In beiden Fällen handelt es sich um Fällungsreaktionen.

Für die Praxis der Enteisenung ist zu beachten, dass bei der direkten Oxydation der Prozess relativ langsam und stark pH-abhängig verläuft. Bei der Fällung mit OH-–Ionen und anschließender Oxydation handelt es sich dagegen praktisch um Momentan-Reaktionen.